Presse

Zeitungsbericht M1: HSG OK - TSV Heiningen

Spielbericht zum Heiningen-Spiel aus der Heidenheimer Zeitung vom 11.10.10

von ANDREAS PRÖBSTLE

HSG macht die Sache unnötig spannend

Handball-Landesliga: Starke Abwehr und überragender Keeper Huep Garanten für 26:22-Sieg über Heiningen II

Kann es noch einmal eng wer-den, wenn man sieben Minuten vor dem Ende bei eigenem Ballbesitz mit sieben Treffern Differenz führt? Es kann – so geschehen beim unnötig spannenden 26:22-Er-folg der HSG Oberkochen/Königsbronn gegen den TSV Heiningen II gestern in der Herwartsteinhalle.

Die Hallenherren begannen ungemein konzentriert, ließen die Gäste dank einer eminent auf-merksamen Defensive kaum zur Entfaltung kommen. Dafür „flutschte“ es zu Beginn so richtig in der Offensive: Claudius Macher, Trittler und Pitschen ließen den HSG-Anhang bis zum 3:1nach vier Minuten jubeln. Doch was ist die beste Abwehr wert, wenn man sich im Angriff das Leben selbst schwer macht? Pech im Abschluss, überhastete Zu-spiele, technische Fehler und un-platzierte Würfe gingen fortan beider HSG Hand in Hand, und Heiningen kam zusehends besser zu-recht, zumal den Gastgebern die „liebevolle“ Bewachung für Frey so gar nicht schmecken wollte: 4:4hieß es nach zwölf Zeigerumdrehungen; 4:5 und 5:6 kurze Zeitspäter.

Dass die Felle nicht davon zu schwimmen begannen, dafür sorgte namentlich Huep im HSG-Tor: Mit einer Klasse-Leistung bü-gelte der Keeper die Fehler seiner Vorderleute aus, brachte mit gedankenschnellen Paraden die Gästeangreifer zum Verzweifeln. Derart inspiriert kamen Schramek & Co. wieder besser ins Spiel, und nach Claudius Machers Ausgleichstreffer war es Häring mit fünf blitzsauberen Treffern in Folge, der die Kräfteverhältnisse beim 10:7 (20.) wieder zurechtgerückt hatte.

So schnell wollten sich die Heininger freilich auch nicht abvespern lassen, hielten ihrerseits wieder dagegen. Und nachdem sich bei den Gastgebern an diesem Tag Licht und Schatten im Abschluss in bunter Folge ab-wechselten, gelang Heiningen bis zur Pause der zweimalige Ausgleich, ehe Pitschen von links den Treffer zum 13:12-Halbzeitstandfolgen ließ.

HZ 11.10.2010 Es schien weiter eng zu bleiben: Beim 14:14 in der 32. Minute konnte noch niemand ahnen, dass Huep im Verbund mit seiner aufmerksamen Abwehr 16 Minuten lang keinen Treffer mehr zu-lassen würde. Da aber genau dies gelang, da fast jeder HSG-Wurf von Erfolg gekrönt war, zogen die Gastgeber unaufhaltsam davon. Die Gäste-Auszeit beim 20:14nach 42 Minuten schien viel zu spät gekommen, zumal Fähnle und Schmidt zwei weitere Treffer zum 22:14 folgen ließen – bei noch 15 verbleibenden Minutenmehr als die halbe Miete.

Freilich „verdaddelte“ man zwei Bälle aus aussichtsreicher Position, während den Gästen drei Treffer in Folge gelangen. Huep verhinderte aber Schlimmeres, und Pitschen im Verbund mit Schmidt sorgte neuerlich für ein vermeintlich beruhigendes 25:18in der 53. Minute, nach dem man sogar noch in Ballbesitz kam. Eine Häufung von technischen Fehlern, einhergehend mit Stürmerfouls und Fehlwürfen sorgte aber dafür, dass der HSG-Vorsprung schmolz wie Schnee an der Sonne: Die Auszeit von Trainer Gerhard Fetzer beim 25:22 knappe fünf Minuten vor dem Ende war das einzige Mittel, um den erneuten Lauf der Heininger zu bremsen.

Dann gelang Häring ein ganzwichtiger Ballgewinn, und nach-dem man diesen nicht verwerten konnte, war es Huep mit einemabermaligen Blitz-Reflex, der Flurschaden verhinderte. Wiederum Häring war es schließlich, der mit dem Treffer zum 26:22 in der letzten Minute den Schlusspunktsetzte unter eine Partie, in der die Hallenherren sich das Leben selbst unnötig schwer gemacht hatten.

HSG – Heiningen II 26:22 (13:12)

HSG: Huep, Alexander Macher; Rieger, Claudius Macher (4), Schramek (2/1Siebenmeter), Hoga, Frey, Pitschen, Schmidt (4), Haas (7/2), Fähnle (1),Trittler (2), Häring (6)

Siebenmeter: HSG 4 (3 verwandelt); Heiningen 2/2

Zeitstrafen: HSG 5 (Rieger 2, Frey, Schmidt, Schramek); Heiningen 4

Schiedsrichter: Glöckner und Jung vom SC Lehr

Zuschauer: 350

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