Presse

Pressebericht M1 - Feldkirch

Spielbericht aus der HZ vom 25.10.2010

von ANDREAS PRÖBSTLE

Auf diesen Kampfgeist ist Verlass

Handball-Landesliga: HSG Oberkochen/Königsbronn schlägt Feldkirch in einem Thriller mit 25:24 (13:16)

Es ist eine alte Weisheit im Sport: Wenn es spielerisch nicht läuft, muss man eben in kämpferischer Hinsicht eine Schippe drauflegen. Und weil die HSG Oberkochen/Königsbronn genau dies tat, gelang gegen den HC Feldkirch ein ebenso knapper wie verdienter 25:24-Erfolg – wieder einmal hatte man die Vorarlberger mit einem Treffer Differenz bezwungen.

Auf keinen Fall weitere Minuspunkte ansammeln: So lautete die Prämisse vor der Partie, und dementsprechend motiviert gingen die durch Verletzungen und Krankheit erheblich dezimierten Gelbschwarzen in die Partie. Jedoch zeichnete sich schon früh ab, dass Feldkirch ein ganz schwerer Brocken sein würde: Sechs Minuten waren absolviert, da lagen die Gastgeber mit 2:4 im Hintertreffen. Und nur der Treffsicherheit von Schramek beim Siebenmeter und den gedankenschnellen Paraden von Huep im HSG-Tor war es zu verdanken, dass die Gäste nicht weiter davonzogen, sondern auch beim 6:7 nach einer Viertelstunde in Reichweite geblieben waren.

Fabian Schmidt beim WurfEin erster Schub von Zwischengas sorgte für das 9:8 nach 19 Minuten – Hoga per Tempogegenstoß sowie Schmidt mit zwei Treffern am Kreis hatten für die Hausherren verwandelt. Dann aber leistete man sich wieder eine Phase ohne Treffer, während die Vorarlberger um das Gebrüder-Trio Hintringer fleißig trafen: Über 9:12 geriet man gar mit 12:16 ins Hintertreffen, ehe dem überzeugenden Schramek quasi in der letzten Sekunde der ersten Hälfte im Nachfassen das 13:16 glückte. Gegen die wesentlich beweglicher wirkenden und im Eins gegen Eins effizienteren Gäste war dies das Optimum nach einer halben Stunde Spielzeit, in der namentlich Trittler das Wurfpech nur so an den Fingern geklebt hatte.

Dem Feldkircher Treffer zum 13:17 ließen Abele, Häring und der im zweiten Durchgang bärenstarke Rieger das 16:17 folgen, in der 37. Minute aber lag man wieder mit 16:19 zurück. Nun aber engte Schramek erfolgreich die Kreise des wieselflinken Spielgestalters Florian Hintringer – mit fünf Feldtoren erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft – ein, und das behagte den Gästen sichtlich nicht. Ein Schramek- Treffer, zwei Rieger-Erfolge am Kreis und eine Rückraum-Granate von Frey brachten das 20:19 nach 41 Minuten – es war alles angerichtet für eine nervenaufreibende Schlussphase.

Zumal nun auch verstärkt Hektik aufkam. Denn während sich die Gastgeber mehr mit den Unparteiischen und deren einseitiger Auslegung von Zeitstrafen beschäftigten denn mit dem Gegner, nutzte der die Freiheiten dankbar und ging neun Minuten vor dem Ende beim 22:23 wieder in Front. Nun aber besannen sich die Schwarzgelben auf ihre kämpferischen Qualitäten, glichen durch Rieger nach Trittlers schönem Zuspiel zum 23:23 aus und eroberten sich durch einen Tempogegenstoß über Hoga und Schramek in Unterzahl die 24:23-Führung. Auch vom abermaligen Ausgleich ließ man sich nicht beirren, als freilich Schramek in der 56. Minute mit seinem fünften Strafwurf- Treffer das 25:24 markierte, konnte niemand ahnen, dass dies das letzte Tor der Partie gewesen sein sollte.

Genauso aber kam es, und mit Glück, Geschick und vollem Einsatz brachten die Hausherren die hauchdünne Führung über die Zeit – eindeutig ein Erfolg der intakten Moral, denn in spielerischer Hinsicht ist für die Spielgemeinschaft doch noch einige Luft nach oben.

 

HSG – Feldkirch 25:24 (13:16)

HSG: Huep, Alexander Macher; Fähnle, Häring (3), Hoga (3/1 Siebenmeter), Claudius Macher (1), Rieger (5), Schmidt (3), Schramek (7/5), Trittler (1), Halmen, Frey (1), Abele (1)

Siebenmeter: HSG 8/6 verwandelt; Feldkirch 2/1

Zeitstrafen: HSG 7 (Fähnle, Schmidt, Frey, Häring, Schramek, Rieger, Claudius Macher); Feldkirch 1

Schiedsrichter: Bräuning (Ludwigsburg) und Sturm (Schwieberdingen)

Zuschauer: 350

Auf keinen Fall weitere Minuspunkte ansammeln: So lautete die Prämisse vor der Partie, und dementsprechend motiviert gingen die durch Verletzungen und Krankheit erheblich dezimierten Gelbschwarzen in die Partie. Jedoch zeichnete sich schon früh ab, dass Feldkirch ein ganz schwerer Brocken sein würde: Sechs Minuten waren absolviert, da lagen die Gastgeber mit 2:4 im Hintertreffen. Und nur der Treffsicherheit von Schramek beim Siebenmeter und den gedankenschnellen Paraden von Huep im HSG-Tor war es zu verdanken, dass die Gäste nicht weiter davonzogen, sondern auch beim 6:7 nach einer Viertelstunde in Reichweite geblieben waren.

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