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Pressebericht HSG OK - TG Hofen (SchwäPo)
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- Veröffentlicht am Montag, 13. Dezember 2010 17:15
- Geschrieben von Administrator
Bericht zum Spiel HSG OK - TG Hofen aus der SchwäPo vom 13.12.2010
von ALEXANDER VOGT
Siegtreffer mit der Schlusssirene
Handball, Landesliga: HSG Oberkochen/Königsbronn schlägt kampfstarke TG Hofen im Derby mit 27:26 (13:11)
Hochklassig war es nicht unbedingt, das Derby zwischen der HSG Oberkochen/Königsbronn und der TG Hofen. Aber spannend bis zur letzten Sekunde, in der Stephan Häring den 27:26-Siegtreffer für die Hausherren ins Netz hämmerte – eine bittere Niederlage für die kampfstarken Gäste, die Zählbares verdient gehabt hätten.
Der eine will aufsteigen und mischt als Zweitplatzierter vorne mit, der andere befindet sich im Tabellenkeller und muss sich um den Klassenverbleib so seine Sorgen machen. So waren die Kräfteverhältnisse vor dem Derby in der Herwartsteinhalle in Königsbronn klar verteilt, die HSG war Favorit, der TG blieb die Außenseiterrolle vorbehalten. Eines hatten beide Mannschaften aber gemeinsam: Auf zahlreiche wichtige Spieler musste man auf beiden Seiten verzichten.
Die Gäste präsentierten sich von Beginn an engagiert und kampfstark. Um eine Überraschung möglich zu machen, griff TG-Coach Matthias Haas in die Trickkiste und ließ seine Abwehr in der Anfangsphase offensiv verteidigen. Mit so einer Variante habe sein Pendant Gerhard Fetzer im Vorfeld bereits gerechnet, „doch dass sie gleich so offensiv decken, war schon eine kleine Überraschung“, meinte Fetzer nach dem spannenden Schlagabtausch. Die spielerisch stärkere HSG hatte deshalb auch anfangs so seine Probleme mit dieser besonderen gegnerischen Defensivstrategie, erst nach drei Minuten fiel die Führung, erst nach zwölf Minuten lag man beim 6:4 erstmals mit zwei Toren vorne.Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Derby, weil die TG Hofen den spielerischen Mitteln der HSG viel Kampf und Leidenschaft entgegensetzte und auch selbst seine Akzente setzen konnte. Hinten stand mit Thomas Römer ein gut aufgelegter Schlussmann zwischen den Pfosten, der die ein oder anderen freien Würfe der Hausherren abwehren konnte und seine Vorderleute so vor einem deutlicheren Rückstand bewahrte. In der Offensive war es vor allem Tobias Rathgeb, der nicht nur vom Siebenmeterpunkt aus Torgefahr ausstrahlte. Selbst die erste Zweiminutenstrafe des Spiels für den Hofener Florian Dotschkal nach 14 Minuten half der HSG nicht entscheidend weiter. Der Abstiegskandidat blieb dran und glich in Unterzahl sogar zum 7:7 aus. In der Schlussphase der ersten Halbzeit leisteten sich beide Mannschaften so manchen einfachen technischen Fehler oder scheiterten wiederum an den Torleuten Thomas Römer oder Alexander Macher. Immerhin gelang es Oberkochen/Königsbronn, mit einem knappen 13:11-Vorsprung in die Pause zu gehen.
In der zweiten Hälfte konnte die HSG diesen zunächst weiter verteidigen. Aber nur zunächst und während den ersten zehn Minuten. Die TG Hofen hielt weiterhin gut dagegen und hatte auf Gegentore prompt die passende Antwort parat, in der Anfangsphase versäumte man es aber, trotz mehrerer Ausgleichschancen den Gleichstand auch herzustellen. Als sich die HSG beim Stande von 18:18 einen Ballverlust leistete, ergab sich für Hofen erstmals seit langem wieder die Gelegenheit, in Front zu ziehen, bis zum 21:21 schenkten sich beide Mannschaften aber weiterhin wenig.
Dann aber schien die Partie endgültig zu kippen, die Gäste erzielten drei Treffer in Folge, wiederum Tobias Rathgeb markierte mit einem gefühlvollen Heber das 24:21. Die HSG war merklich angeschlagen, taumelte – fiel aber nicht um, sondern kämpfte sich zurück ins Spiel. In dieser Phase wurde die bis dato faire Partie hitziger, weil auch das Schiedsrichterduo aus Ludwigsburg zweifelhafte Entscheidungen traf. Die Gastgeber mussten mehrere Zeitstrafen hinnehmen. Doch da zeigte sich, dass die TG Hofen keine Spitzenmannschaft ist, verpasste man es doch, den Sack zuzumachen.
So blieb es bis zum Schluss spannend. Dreieinhalb Minuten vor Schluss gelang Hofen der 26. und letzte Treffer. Danach meldete sich die HSG mit drei Toren eindrucksvoll zurück: Sekunden vor Schluss drosch Stephan Häring den Ball zum 27:26-Siegtreffer ins Netz – der anschließende Jubel übertönte die Schlusssirene.










