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Pressebericht HSG OK - TV Brenz (HZ)
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- Veröffentlicht am Dienstag, 25. Januar 2011 18:18
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Bericht zum Spiel HSG OK - TV Brenz aus der HZ vom 24.01.2011
von THOMAS GRÜNINGER
HSG büßt Sieg in der Schlusssekunde ein
Handball-Landesliga: Nach schwacher erster Halbzeit erkämpft sich Brenz im Derby noch ein 28:28
Noch in letzter Sekunde büßte die HSG Oberkochen/Königsbronn gestern im Derby der Handball-Landesliga gegen den Kreisrivalen TV Brenz den erhofften ersten Sieg im neuen Jahr ein. Statt kühlen Kopf zu bewahren, leisteten sich die Gastgeber einen Ballverlust in der eigenen Hälfte und wurden mit dem 28:28-Ausgleich bestraft.
War's das nun endgültig mit den Aufstiegsträumen für die HSG? „Wir nennen jetzt keine Saisonziele mehr, sondern denken nur noch von Spiel zu Spiel“, sagte Trainer Gerhard Fetzer nach der hektischen und dramatischen Schlussphase. Später fügte er dann realistisch hinzu: „Wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass der zweite Platz weg ist.“ Entscheidend für den entgangenen Sieg war aus Fetzers Sicht die Tatsache, dass es seiner Mannschaft nicht gelang, die gute Abwehrleistung vor der Pause über die gesamten 60 Minuten zu stabilisieren.
16:11 lagen die Hausherren zur Halbzeit in Front. Die im ersten Durchgang noch gut funktionierende HSG-Deckung hatte ihren Rückhalt in einem überragenden Torhüter Alexander Macher. Doch nach der Pause wirkten die Hausherren in der Verteidigung längst nicht mehr so sicher und ließen auch im Angriff in wichtigen Phasen des Spiels die notwendige Konzentration vermissen. Als die Brenzer dem Ausgleich immer näher kamen, war die Nervosität bei der mit zwei Niederlagen ins neue Jahr gestarteten HSG auch im Spielaufbau deutlich wahrzunehmen. Allerdings fühlte sich Trainer Fetzer durch die Zeitspiel-Auslegung der Unparteiischen im zweiten Durchgang auch nicht gerade begünstigt.
Stephan Häring und Kapitän Tobias Schramek (jeweils sieben Treffer) hatten sich lange Zeit als sichere Torgaranten präsentiert. Doch nach der Pause blieb der Angriffsschwung der Gastgeber häufig in den Brenzer Abwehrreihen stecken. Der einmal mehr überzeugende TV-Schlussmann Adi Konkel hatte großen Anteil daran, dass die Partie nochmals deutlich an Spannung und Dramatik gewann.
Obwohl der TV Brenz während der gesamten Spielzeit kein einziges Mal in Führung lag, empfand Trainer Richard Moser den Punktgewinn als nicht unverdient. „Das war hart erkämpft“, resümierte er, nachdem seine Schützlinge im ersten Abschnitt nie richtig ihre Linie gefunden hatten. „In der ersten Halbzeit hatten wir unser typisches Sonntagsspiel-Syndrom, sind nicht auf Touren gekommen und hatten zu viel Respekt vor dem Gegner“, bilanzierte der Brenzer Trainer.
Nach gut einer Viertelstunde konnte die HSG mit 8:2 erstmals etwas davonziehen. Vor allem dank Höfel gelang es den Gästen aber, wieder auf 12:10 heranzukommen. Doch Schramek, Frey, Trittler und Rieger sorgten dafür, dass sich der Vorsprung für die HSG bis zur Pause nochmals auf fünf Tore vergrößerte.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff war dann aber zu erkennen, dass sich die Brenzer nicht willenlos ergeben würden. Zwei Tore von Betzholz brachten den TV auf 13:16 heran. Danach gelang es der HSG nicht mehr, den alten Fünf-Tore-Vorsprung wiederherzustellen. Vor allem Armin Schweigardt erwies sich nun bei Tempogegenstößen als sicherer Chancenverwerter – alle seine sechs Tore erzielte er im zweiten Abschnitt, inklusive des Ausgleichstreffers in der Schlusssekunde.
Beim Stand von 22:22 hatte Brenz erstmals einen Gleichstand hergestellt. In der Schlussphase zeigten auch die sonst sicheren Siebenmeterschützen Nerven. Burger traf auf Brenzer Seite den Pfosten, im Gegenzug scheiterte Schramek an Konkel. Als Häring das 28:27 erzielt hatte, schien die HSG den Vorsprung über die letzten Sekunden zu retten. Doch ein Ballverlust von Kiss ermöglichte noch den Ausgleich.
HSG – Brenz 28:28 (16:11)
HSG: A. Macher, Huep; Fähnle, Häring (7), Hoga, C. Macher (2), Pitschen, Rieger (2), Schmidt (2), Schramek (7/5), Frey (3), Trittler (4), Kiss (1)
Brenz: Adi Konkel, Kröner; Röhm, Kondler, Höfel (5), Eisenring (3), Betzholz (3), Mäck (3), Schmauder, D. Burger (5/3), Wulz (1), L. Konkel (1), Schweigardt (6), Schreitt (1)
Zeitstrafen: HSG 5 – Brenz 4
Zuschauer: 500
Schiedsrichter: Traub und Zwick (Degmarn-Oedheim bei Heilbronn)










