Presse

Pressebericht HSG OK - TV Steinheim (HZ)

Bericht zum Spiel HSG OK - TV Steinheim aus der HZ vom 28.03.

von ANDREAS PRÖBSTLE

Hochbrisant und emotional wie eh und je

Handball: HSG Oberkochen/Königsbronn schlägt Steinheim in einer phasenweise zerfahrenen Partie mit 27:23

Von wegen gemütliches Auslaufen: Obwohl es für beide Teams um nichts mehr ging, lieferten sich die HSG Oberkochen/Königsbronn und der TV Steinheim ein gewohnt hochbrisantes und emotionales Derby. In der phasenweise recht zerfahrenen Partie behielten die Gastgeber mit 27:23 verdient die Oberhand.

Die HSG gegen den TV – das wird nie ein Spiel wie jedes andere sein. Schon die Rekord-Kulisse in der Herwartsteinhalle verdeutlichte den Stellenwert im Kampf ums Prestige, die Akteure taten mit Kampf und totalem Engagement ein Übriges: Wenn's um die Handball-Krone im Kreis geht, dann wird dem Gegner nichts geschenkt.

In der anfangs noch von vielen fairen Gesten geprägten Partie dominierten zunächst die Gäste. Den Treffern von Wurelly und Mack hielten Häring und Frey zwar den 2:2-Ausgleich nach vier Minuten entgegen, dann aber setzte sich der TV Tor um Tor ab. Da nutzte auch die Auszeit nichts, die HSG-Coach Fetzer beim 3:6 in der siebten Minute nahm: Die Nissle-Brüder und Wurelly sorgten für das Steinheimer 9:5 nach elf Zeigerumdrehungen.

Nun erst kamen die Gastgeber besser ins Spiel, holten den Rückstand Zug um Zug auf und glichen in der 25. Minute durch den starken Claudius Macher zum 12:12 aus. Dem zwischenzeitlichen 13:13 ließen die Gäste aber durch Müller und den agilen Klaus Nissle die 15:13-Führung zur Pause folgen.

Auch nach dem Seitenwechsel sah man den TV zunächst besser im Tritt. Nach beiderseits recht zerfahrenem Wiederbeginn waren es zwei Tempogegenstöße, mit denen Adam und Klaus Nissle die Schwarzweißen auf die Siegesstraße zu führen schienen. Doch diese Vier-Tore-Führung lähmte paradoxerweise den TV, während sie bei der HSG neue Kräfte freisetzte. Beinahe jeder Versuch fand nun sein Ziel, während beim TV die Wurfauswahl sehr zu wünschen übrig ließ, und in der 42. Minute sorgte Trittler per Siebenmeter zum 18:17 für die erste HSG-Führung im gesamten Spiel.

Nun kam zusehends Hektik auf, auch wurden zunehmend härtere Bandagen ausgepackt, und beim Stand von 20:20 zwölf Minuten vor dem Ende war alles bereitet für ein furioses Finale. In dieser Phase avancierte ausgerechnet Torhüter Huep, der sich wegen eines umstrittenen Ausballs den Unmut der Steinheimer zugezogen hatte, zum Matchwinner: Was auf seinen Kasten kam, hielt der HSG-Keeper, auch zwei Siebenmeter von Klaus Nissle parierte er mit starken Reflexen. Auf der Gegenseite trafen zweimal Macher, Schmidt, Häring und Ludwig fast nach Belieben – beim 25:20 vier Minuten vor dem Ende war die Messe gelesen. Da machte es auch nichts mehr aus, dass Trittler zuvor mit der dritten Zeitstrafe vom Feld musste: Routiniert spielten die Gastgeber die verbliebene Zeit bis zum verdienten 27:23-Erfolg herunter.

Und die Frage, wer die Nummer eins im Handball-Kreis ist, die wird auch in der kommenden Saison eine hochgradig brisante sein.

HSG – TV Steinheim 27:23 (13:15)

HSG: Huep, Alexander Macher; Fähnle, Häring (2), Claudius Macher (7/1 Siebenmeter), Rieger (4), Schmidt (4), Trittler (4/2), Frey (3), Marc-Oliver Huep, Ludwig (3/1)

TV: Schneider, Balle; Klaus Nissle (7/2), Wurelly (3), Thomas Nissle (5), Müller (4), Gaschler, Mack (2), Kieser, Adam (1), Hesko (1), Kauder

Siebenmeter: HSG 5 (4 verwandelt), TV 4/2

Zeitstrafen: HSG 7 (Trittler 3, Ludwig 2, Häring, Frey); TV 6 (Gaschler 2, Klaus Nissle, Mack, Kieser, Kauder)

Rote Karte: 51. Trittler (HSG, dritte Zeitstrafe)

Schiedsrichter: Kirsch und Schmidt (MTV Stuttgart)

Zuschauer: 700

Eine Bildergalerie dazu findet ihr hier

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