Debakel im Derby

Die HSG Oberkochen/Königsbronn geht nach einer katastrophalen Leistung zuhause gegen die SG Hofen/Hüttlingen mit 21:37 unter.

Die Schwarz-Gelben gingen in Person von Rosca mit 1:0 in Führung. Dies sollte jedoch die einzigste Führung im ganzen Spiel bleiben, denn die SG präsentierte sich von Beginn an wie eine Spitzenmannschaft. Durch ein sehr bewegliches Angriffsspiel spielten sich die Gäste immer wieder gute Wurfchancen heraus. Nach 13. Minuten führte die SG deshalb bereits mit 3:6.

Dies veranlasste Coach Bjelic die erste Auszeit des Spiels zu nehmen. Diese blieb ohne die gewünschte Wirkung. Die SG antwortete mit zwei Treffern in Folge und erhöhte auf 3:8. Die nächsten Minuten bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Die SG kombinierte nach Belieben und die Bjelic-Truppe musste um jedes Tor hart kämpfen. Nach 18 Minuten verkürzte Schmied nochmals auf 6:11. Bis zur Halbzeit sollten jedoch nur noch zwei weitere Treffer auf das Konto der HSG kommen.

Die sehr offensive Deckung der Gäste bereitete den Schwarz-Gelben große Probleme im Angriffsspiel. Ab Mitte der ersten Halbzeit offenbarte die Defensive um Schmied & Co. dann auch noch immer größere Lücken. In der Verteidigung ließ die HSG alle Tugenden vermissen und nach vorne agierten Hoga & Co. lethargisch und ideenlos. Die logische Konsequenz war, dass die SG sich Tor für Tor absetzte. Nach einem 7:0-Lauf der Gäste bis zur 25. Minute, war der Blick auf die Anzeigentafel beim Stand von 6:18 schon richtig bitter für die Bjelic-Truppe. Zur Halbzeit stand das desaströse Zwischenergebnis von 8:21 zu Buche, das zeigte wie schlecht die HSG-Abwehr sich an diesem Tag präsentierte.

Wer mit einer Aufholjagd der HSG im zweiten Durchgang gerechnet hatte, wurde bitterlich enttäuscht. Die Schwarz-Gelben ließen weiterhin die nötige Härte in der Abwehr und den Kampf vermissen. Gegen die zweite Garde der Hofen/Hüttlinger war die Bjelic-Truppe im zweiten Durchgang lediglich um Schadensbegrenzung bemüht. In dieser Phase waren immer wieder Schmied und Rosca erfolgreich, doch am HSG-Spiel änderte sich nichts und die SG traf ebenfalls weiter nach Belieben. In der 40. Minute betrug der Rückstand deshalb immer noch 13 Tore beim Stand von 13:26.

Obwohl die Gäste merklich einen Gang zurückschalteten, kam die HSG nicht näher heran. Im Angriff fehlten den Schwarz-Gelben immer noch komplett die Ideen und Mittel. Zudem wurden beste Chancen nicht genutzt. So stand auch in der 53. Minute ein 13 Tore-Rückstand auf dem Tableau (19:32). Bjelic reagierte nochmals mit einem Time-Out, um in den letzten Minuten ein noch höheres Desaster abzuwenden. Doch die völlig entmutigte Mannschaft resignierte in den letzten Minuten und bekam keinen Fuß mehr auf den Boden. Die Gäste erhöhten bis zum Schlusspfiff sogar noch auf 21:37 und besiegelten damit ausgerechnet im Derby die höchste HSG-Niederlage seit Jahren. Der Abpfiff war merklich wie eine Erlösung für die konsternierten HSG-Spieler.

Nach dieser unterirdischen Leistung aller Mannschaftsteile ist das Ergebnis in dieser Höhe leider verdient. In den kompletten 60 Minuten konnte die Bjelic-Truppe nicht ihr Potenzial abrufen und ließ Tugenden wie Kampfgeist und Einsatzbereitschaft vermissen. Die Mannschaft muss sich für diese Vorstellung bei den Zuschauern entschuldigen. Bereits kommendes Wochenende bekommt die HSG die Chance auf Wiedergutmachung im nächsten Lokalderby gegen den Heidenheimer SB.

HSG Oberkochen/Königsbronn 21:37 SG Hofen/Hüttlingen

HSG: Ehresmann, Imerese; Lumpp, Richardon(1), Siegels(1), Hoga(2), Rube, Jakob Hug(1), Benjamin Hug(3/1), Ludwig(1/1), Rosca(6), Engel(2), Schoen, Schmied(4)

7-Meter:
HSG OK: 5/2
SG2H: 2/2

2-Minuten-Strafen:
HSG OK: 2 Siegels, Schoen
SG2H: 3

Schiedsrichter: Kraft / Kraft (beide HG Aalen/Wasseralfingen)

Zuschauer: 150

Patrick Richardon

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